Gewürzpaste aus süß konserviertem Ingwer und ein prüfender Blick auf Honig


Datum: 12. Januar 2016, Kategorien: Gesunde Quickies (fix&fertig in unter 15 Minuten), Naschkram
Zubereitungszeit: 5 Minuten
  • Zutaten

  • 30gr Ingwer
  • 20gr Honig

Hallo ihr da draußen,

frohes Neues Jahr! Ich hoffe, ihr habt euch an den Feiertagen erholen können und seid voller Energie in 2016 gestartet.

Ich fühle mich richtig fit und habe nach der vielen ruhigen Zeit ganz besonders viel Lust, mich gut um mich selbst zu kümmern. Unter anderem habe ich Yoga und Faszientraining (wieder) entdeckt und versuche, möglichst viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. In Punkto Ernährung stehe ich momentan auf wärmendes Frühstück, gerne mit einer guten Portion Ingwer. Auch, wenn ich durch meinen Thermomix die kleine Knolle bei Bedarf ganz schnell klein kriege, ist bei kleinen Mengen (z.B. als Würze im Porridge) das Schälen und fein Reiben per Hand doch immer etwas nervig.

In letzer Zeit benutze ich für ein schnelles Frühstück wahnsinnig gerne meine Gewürzpaste aus frischem Ingwer. Da muss ich nur noch das Gläschen aufdrehen und los geht’s! Die leckere Mischung schmeckt auch zu Joghurt, auf Ziegenkäse, in thailändischen Soßen, zu Obst, mit heißem Wasser als Tee aufgegossen oder einfach pur.

Ingwer wärmt durch seine Schärfe nicht nur von innen, sondern besitzt auch erkältungslindernde, schmerzstillende (z.B. bei Muskelkrämpfen , Kopfweh oder Menstruationsbeschwerden) und übelkeitsdämpfende Wirkung. Besonders toll ist, dass er die Verdauung und den Stoffwechsel anregt, was gerade am Morgen hilft, auch ohne Koffein munter in den Tag zu starten. Nicht zu Unrecht ist er ein wichtiger Bestandteil in der Ayurvedischen Medizin oder der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Damit mein klein gehackter Ingwer sich lange frisch hält, lege ich ihn in Honig ein. Über Honig habe ich mich lange informiert. Er gilt als „natürliches“ und im Vergleich zu Haushaltszucker als gesünderes Süßungsmittel. Fakt ist: Im Gegensatz zu (raffiniertem) weißem Zucker ist Honig ein rohköstiches Naturprodukt. Dennoch ist Honig dem Haushaltszucker nicht wirklich überlegen. Streng wissenschaftlich betrachtet sind die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in so geringer Menge vorhanden, dass sie keinen wirksamen Beitrag zur täglichen Bedarfsdeckung leisten ( Quelle). Außerdem ist Honig hitzeempfindlich – wenn er also im Essen gebacken oder gekocht wird, bleibt von den wenigen positiven Eigenschaften nicht viel übrig. Honig und Kristallzucker sind, was die Zuckerstoffe und Kaloriengehalt betrifft, fast identisch. Da Honig als nicht so süß empfunden wird, besteht zudem die Gefahr, dass er in größeren Mengen zum Süßen genommen wird als Zucker. Dass Honig gesünder süßt, ist also ein Mythos. Immer wieder wird behauptet, das Honig antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Das stimmt, allerdings gilt das nicht unbedingt für den Haushaltshonig. Denn im Gegensatz zu sterilisierten Präparaten kann klassischer Honig (auch als Bioprodukt!) Pilzsporen und Bakterien enthalten. In verschiedenen Krankenhäusern wird deshalb spezieller Honig (Medihoney) mit Erfolg bei der Wundheilung eingesetzt. Zwei Wirkprinzipien sind für die antibakteriellen Eigenschaften von Honig entscheidend. Zum einen entzieht er durch seinen konzentrierten Zuckergehalt Bakterien das Wasser und verhindert so deren Vermehrung. Zum anderen entsteht bei der Verdünnung von Honig mit Wasser  ein von den Bienen zugefügtes Enzym Wasserstoffperoxid, das ebenfalls einen bakterienabtötenden Effekt hat. Ein besonders großer Vorteil ist, das Bakterien  im Laufe der Behandlung keine Resistenz wie bei Antibiotika entwickeln (Quelle). Dennoch ist die Studienlage zur Wirksamkeit des antibakteriellen Effekts  noch sehr uneindeutig. Ob Haushaltshonig als Hausmittel bei Erkältungen u.ä. hilfreich ist, wird ebenfalls noch diskutiert – das gilt selbst für den teuren Manuka-Honig.

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Ich persönlich setze Honig wie alle Süßungsmittel (Xylit, Dattelsirup…) sparsam an und glaube eher weniger an eine gesundheitsfördernde Wirkung. Ich mag einfach den Geschmack und gerade zu Ingwer harmoniert er ausgezeichnet. Deshalb rate ich euch: Probiert es aus – es schmeckt wirklich fantastisch und ist in Maßen genossen durch den enthaltenen Ingwer auf jeden Fall ein gesundheitlicher Pluspunkt!

Zubereitung:

  1. Ingwer schälen und zusammen mit Honig im Blitzhacker/Foodprocessor so fein zerkleinern, wie ihr mögt.
  2. In ein sauberes Schraubglas füllen und im Kühlschrank lagern. Da hält er sich mindestens eine Woche frisch (wahrscheinlich auch länger, ich mache vorsichtshalbe eher kleine Portionen).

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2 Kommentare zu “Gewürzpaste aus süß konserviertem Ingwer und ein prüfender Blick auf Honig

  1. Elisa sagt:

    Ja, Honig ist eigentlich nur Zuckerwasser. Aber bei Halsweh hilft guter Honig schon.
    Eine Alternative zu Honig ist Reissirup. Der ist fructosefrei und nicht ganz frei von Mineralien und Vitaminen.

    1. Liselotte von der ReuenlosenSchlemmerei sagt:

      Hallo Elisa,

      danke für deinen Tipp! Mit Reissirup habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt. Das werde ich nachholen:) Vielleicht schafft er es ja auch als einen der nächsten Beiträge in den Blog.

      Viele Grüße und einen guten Start ins Wochenende!